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Immobilienerben werden stärker zur Kasse gebeten / Experten raten zum Handeln

07.03.2009: (Freiburg) - Der Präsident der Deutschen Gesellschaft für Erbrechtskunde e.V. (DGE) hat mit Blick auf die Erbschaftsteuerreform darauf hingewiesen, daß insbesondere Immobilienvermögen von der Erbschaftsteuerreform 2009 betroffen ist. Allerdings wurden die Freibeträge für Kinder und Ehegatten deutlich erhöht.

Hierzu sagte der Bundesfinanzminister Peer Steinbrück: „Das ist auch ein Beitrag zu mehr Steuergerechtigkeit!“ Dennoch bestehen nach wie vor große Bedenken, ob das neue Gesetz der Verfassung entspricht. Hier sind bereits die ersten Verfahren auf den Weg gebracht. Bis dahin müssen die neuen Regeln beachtet werden.

Während Einfamilienhäuser in ländlichen Regionen oder Kleinstädten wegen der erhöhten Freibeträge (Bei Kindern von 205.000 € auf 400.000 €) in der Regel nicht betroffen sind, ist das für die Großstädte im Süden Deutschlands nicht mehr ausreichend. „In München, Stuttgart oder im Alpenvorland sind selbst kleinere Häuser unter 600.000 € kaum noch zu bekommen. Hier reicht der Freibetrag für „Omas klein Häuschen“ schon nicht mehr aus“, so Ouart.

Vererbt der Vater seinem einzigen Sohn neben dem selbst bewohnten Einfamilienhaus (Verkehrswert 250.000 Euro) noch ein vermietetes Dreifamilienhaus im Wert von 500.000 Euro sowie eine kleine Eigentumswohnung im Wert von 150.000 Euro, so entsteht bei einem tatsächlichen Verkehrswert von hier 900.000 nach Abzug seines Freibetrages (400.000 €) Erbschaftsteuer mit dann 15 Prozent = 75.000 Euro!

Vor diesem Hintergrund kann Mehrfach-Immobilienbesitzern sowie Immobilienbesitzern, die neben dem normalen Einfamilienhaus noch über nennenswertes weiteres Vermögen verfügen, nur dringend geraten werden, die Freibeträge und den Abzug des Nießbrauchs für vorzeitige Übertragungen zu nutzen. Zu beachten ist, dass der Freibetrag alle zehn Jahre neu in Anspruch genommen werden kann. 

Der Präsident der Deutschen Gesellschaft für Erbrechtskunde e.V. (DGE), Rechtsanwalt Dr. Peter E. Ouart (Freiburg), weist darauf hin, dass hier nach wie vor erheblicher Handlungsbedarf bei Privatpersonen besteht. Die höheren Freibeträge sollten unbedingt genutzt werden. Außerdem kann bei vorbehaltenem Nießbrauch dieser jetzt vom Wert abgezogen werden.



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